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PRESSEMITTEILUNG

Online-Vortragsreihe im Museum Gherdëina beginnt am 5. März

Drei Vorträge zur Kulturlandschaft in Gröden und Anregungen für mögliche nachhaltige Entwicklungen
Das Thema der Kulturlandschaft als historisch gewachsener Lebensraum greift das Museum Gherdëina in einer Online-Vortragsreihe auf, die am Freitag, 5. März, beginnt. Die Reihe knüpft am „Mejes“-Projekt des Museums an und ist Teil einer umfassenden Beschäftigung mit der Geschichte und Zukunft der Kulturlandschaft – nicht nur in Gröden.


Drei Vorträge – allesamt in italienischer Sprache – hat das Museum Gherdëina im März und April auf dem Programm. Mit ihnen wird der Fokus, den das Museum seit Monaten auf die Landschaft und das architektonische Erbe richtet, weiter vertieft. „Es geht in den Vorträgen um aktuelle Diskurse über den Lebensraum in den Bergen, über Geschichte und Bilder der Landschaft und um die Reflexion darüber, wie sich Gebiete wie Gröden nachhaltig entwickeln können“, erklärt Museumsdirektorin Paulina Moroder.
Den Anfang macht am kommenden Freitag, 5. März, 18.00 Uhr die emeritierte Professorin für Ästhetik an der Universität Pavia, Luisa Bonesio, die sich eingehend mit der Veränderung der Kulturlandschaft und ihrer Wahrnehmung befasst hat. In ihrem Vortrag beleuchtet sie die Zusammenhänge zwischen Tourismus und Kulturlandschaft im Spannungsfeld zwischen Nostalgie und Bespielung.
Annibale Salsa, Kulturanthropologe und ehemaliger Präsident des italienischen Alpenvereins CAI sowie Mitglied des wissenschftlichen Beirates der Stiftung Dolomiten Unesco, ist am Freitag, 12. März, um 18.00 Uhr an der Reihe. In seinem Vortrag zeichnet er die Geschichte der Kulturlandschaft in den Alpen nach, stellt sich die Frage, wie sich das Bedürfnis nach Nachhaltigkeit und Natürlichkeit darauf auswirkt, und zeigt die Bedeutung der Überwindung des Bruchs zwischen Kultur und Natur für Identität und Wirtschaft auf.
Den Abschluss der Reihe bildet am Freitag, 16. April, um 18.00 Uhr ein Online-Vortrag von Martino Mocchi, Philosoph und Architekt, der sich mit dem Konzept des „Paesaggio sonoro“, der klingenden Landschaft, befasst. Viel zu sehr, so Mocchis Ansatz, werde die Qualität einer Landschaft visuell bewertet, doch gelte es, sich dieser mit allen Sinnen – nicht zuletzt dem Gehör – zu nähern.
Moderiert werden alle Online-Vorträge von der Architektin Christa Kasslatter, die auch Vizepräsidentin des Museum Gherdëina ist. Eine Teilnahme an den Vorträgen ist kostenlos via Zoom möglich, der Link wird über die Social-Media-Kanäle des Museums verbreitet und findet sich auch auf der Website www.museumgherdeina.it.
Die Vortragsreihe knüpft an das mehrjährige Projekt „Mejes – Bauernhöfe in Gröden: Gedächtnis einer Landschaft“ an, mit dem das Museum Gherdëina in den vergangenen beiden Jahren auf das Verschwinden historischer Höfe und die Bedeutung von deren Erhaltung und Wiedergewinnung aufmerksam gemacht hat. Die im Rahmen des Projekts entstandene Wanderausstellung liegt derzeit zwar wegen der sanitären Krise auf Eis, der Bildband mit den vom Architekturfotografen Vaclav Sedy stammenden eindrücklichen Schwarz-Weiß-Bildern ist im Museum zum ermäßigten Preis erhältlich.
Daneben treibt das Museum Gherdëina auch weitere Projekte zum selben Thema voran. So erforscht der Historiker Josef Nössing die Haus- und Hofgeschichte in Gröden und geht dabei bis ins 10. Jahrhundert zurück. Die ersten Studienergebnisse werden noch innerhalb dieses Jahres veröffentlicht.

Für weitere Informationen
Dr. Paulina Moroder
Direktorin des Museum Gherdëina
Tel. +39 338 6040477
E-Mail: p.moroder@museumgherdeina.it


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